Ich wollte eine Übersicht über meine Kilometer haben. Mehr nicht. Doch der Weg dorthin war mühsam: Ich habe jede Fahrt in einer Excel-Tabelle festgehalten. Das war unbequem, und ich habe es oft vergessen oder erst Wochen später nachgetragen.
Das Problem
Für die Kilometerpauschale braucht man Nachweise über die gefahrenen Strecken. Also habe ich Fahrten notiert, Datum, Strecke und Kilometerstand, Zeile für Zeile. Jede Fahrt kostete Zeit, und Fehler schlichen sich ein. Mit der Zeit wurde die Tabelle zu einer Aufgabe, die ich lieber losgeworden wäre.
Was ich wollte
- Eine Übersicht: Ich wollte auf einen Blick sehen, wie viel ich wirklich fahre.
- Weniger Handarbeit: Fahrten sollten sich möglichst automatisch erfassen lassen.
- Eigene Daten: Die Daten sollten auf meinem eigenen Server liegen und nicht bei einem fremden Anbieter.
Warum selbst gehostet?
Mir war wichtig, die Kontrolle über meine Bewegungsdaten zu behalten. Ein Fahrtenbuch zeigt, wann und wohin ich fahre. Das gehört für mich nicht in die Cloud eines Dienstes, dessen Umgang mit Daten ich nicht kenne. Dazu kommt, dass ich ohnehin einen kleinen Heimserver betreibe, auf dem auch meine Smarthome-Anwendungen laufen. Ein weiterer Dienst passt also gut dazu.
Die Lücke
Ich habe nach einer selbst gehosteten Lösung gesucht und keine gefunden. Also habe ich die Idee einfach selbst umgesetzt. Am Anfang stand die Frage auf Papier: Was muss ein Fahrtenbuch können, damit es mir wirklich hilft?
Was daraus geworden ist
Heute gibt es eine Android-App und ein Backend mit Weboberfläche. Die App zeichnet Fahrten auf und zeigt sie auf einer Karte. Das Backend läuft als Docker-Container auf dem eigenen Server. Dazu kommen ein Monatsbericht per E-Mail und Erinnerungen an den Kilometerstand.
Die App gibt es im Play Store. Jeder, der Interesse hat, kann sie nutzen und den Server selbst betreiben.
Was als Nächstes kommt
Bugfixing steht ganz oben auf der Liste. Außerdem plane ich neue Funktionen, die sich aus der täglichen Nutzung ergeben. Welche das sind, entscheide ich nach Rückmeldungen.
Fazit
Das Fahrtenbuch hat meine Excel-Tabelle ersetzt, und ich sehe endlich, wie viel ich wirklich fahre. Wenn du ähnlich denkst oder einfach neugierig bist: Schau gern in die App rein und sag mir, was dir fehlt.